Übergewicht / Schönheitschirurgie Träume könnten bald wahr werden - Fettpolster kommen und gehen nach Wunsch
2. Juli 2007 | Abnehmen, gesund und attraktiv bleiben
Bei der Erforschung Zusammenhanges zwischen Stress und Übergewicht stiessen Forscher in den USA auf einen körpereigenen Mechanismus, der Anlass zu den kühnsten Hoffnungen für die Zukunft der Gewichtsreduktion, der Schönheitschirurgie und Kosmetik gibt. Es ist dabei erstmals gelungen mittels einer einfachen Injektion ungiftiger Stoffe Fettpolster gezielt verschwinden und auch wachsen zu lassen.
Ein Traum für Viele wird wahrscheinlich in näherer Zukunft wahr: Fettpolster gezielt verschwinden und auch wachsen zu lassen. Manche Menschen nehmen unter Stress zu und andere ab. Verantwortlich für die Gewichtszunahme sind (u.a.) Botenstoffe des Gehirns (Neuropeptide). Seit einiger Zeit ist bereits bekannt, dass diese Botenstoffe direkt auf das Fettgewebe einwirken können. Das Neuropeptid Y (NPY) stimuliert das Wachstum von Fettgewebe und Fettzellen bei Mensch und Maus. Durch entsprechende Massnahmen können die Rezeptoren für NPY blockiert werden und so das (Unterleibs) Fett reduziert werden. Die Forscher der Geogetown Universität hoffen, dass so in Zukunft nicht nur in der plastischen und in der Schönheitschirurgie ganz neue Wege eröffnet werden, sondern dass vor allem auch das “metabolische Syndrom” bekämpft werden kann, d.h. die Risikofaktoren für koronare Herzkrankheiten und Diabetes, d.h. neben Bauchfett, auch Bluthochdruck und überhöhte Blutfettwerte und Zuckerwerte - das “tödliche Quartett”.
Zumindest im Experiment mit Mäusen ist es schon gelungen durch In jektion von NPY gezielt Fett wachsen zu lassen. Deshalb nimmt Chirurg Stephen Baker an, dass als eine der ersten Anwendungen dieser neuen Erkenntnisse die plastische bzw. Schönheitschirugie sein wird. Das gezielt einsetzbare Fettwachstum sei z.B. für die Verjüngung von Gesichtern als natürliche Anti-Faltenbehandlung, bei der Brustvergrösserung, Lippenvergrösserung oder Gesäßaugmentation vermutlich wesentlich preisgünstiger und weniger risikobehaftet als jetzige Transplantationstechniken.
Aber auch die andere Seite - gezieltes Abnehmen, da wo man es wünscht ohne Operation ( wie Fettabsaugen) liegt damit greifbar nahe - bis jetzt erprobt allerdings erst an Mäusen.
Menschen, die unter Stress zunehmen - und zwar mehr als es die gegessenen Kalorien erwarten lassen- können sich nach Meinung einer der Forscherinnen vielleicht damit trösten, dass dies lediglich eine Reaktion ihres Fettgewebes ist, aber keine “Macke”.
Quellen:
Neuropeptide Y acts directly in the periphery on fat tissue and mediates stress-induced obesity and metabolic syndrome,
Nature Medicine (Online Edition vom 1.7.07)
Zusammenfassung (engl.)
Medical News Today
Neuropeptides, Including Neuropeptide Y and Melanocortins, Mediate Lipolysis in Murine Adipocytes (Obesity Research)
