Leinsaat und Ginseng helfen bei Behandlung von Krebs
6. Juni 2007 | Allgemein, Ernährung / Diät, Krebs
In zwei der ersten streng wissenschaftlichen Untersuchungen zu alternativen Heilmethoden haben US Forscher eine Verlangsamung des Wachstums von Prostatakrebs durch Leinsaat festgestellt und eine allgemeine Besserung der Dauermüdigkeit bei Krebspatienten durch Ginseng.
Die American Society of Clinical Oncology (ASCO) veröffentlichte die Ergebnisse von zwei Studien, die zum Ziel hatten die Wirkung von Naturheilmitteln, Alternativmedizin bzw. Nahrungsergänzungsmitteln zu erforschen, da diese immer beliebter werden, aber wissenschaftlich weitgehend unerforscht sind.
161 Männer mit Prostatakarzinom nahmen bei der einen Studie teil. Eine Gruppe nahm einen Monat vor der geplanten Operation täglich 30 Gramm gemahlene Leinsamen ein – gelöst in einem Getränk oder zusammen mit Joghurt. Ganze Samenkörner sind unwirksam, da sie eine unverdauliche Hülle besitzen und ihre Inhaltsstoffe im Körper nicht freigesetzt werden. Eine zweite, gleichgroße Gruppe von Patienten befolgte zusätzlich eine fettarme Diät. Eine dritte Gruppe änderte ihre Ernährung nicht, sie diente als Kontrollgruppe.
Das Ergebnis der Leinsaat Studie der am Duke University Medical Center fasst ASCO Präsidiumsmitglied Nancy Davidson zusammen: “Die Wachstumsrate [des Tumors] war reduziert den Männern, die Leinsaat erhielten. Ich denke das ist faszinierend.” In den beiden Gruppen, die Leinsaat erhalten hatten war das Tumorwachstum um 30-40% langsamer als in der Kontrollgruppe. Die Leiterin der Untersuchung, Wendy Demark-Wahnefried, möchte noch in weiteren Untersuchungen herausfinden, ob Leinsamenpräparate zur Vorsorge gegen Prostatakrebs wirksam sind. Leinsaat ist reich an Omega-3-Fettsäuren.
Die Ergebnisse der Ginseng Studie der Mayo Klinik überrraschten auch Nancy Davidson nach eigenen Worten. Patienten mit verschiedenen Krebserkrankungen und einer geschätzten Lebenserwartung über einem halben Jahr wurde pulverisierter Ginseng in drei verschiedenen Dosen verabreicht. 25 bzw. 27% derPatienten die 1000 bzw. 2000 mg bekommen hatten, berichteten ihre Erschöpfungssymptome seien “viel besser” oder “besser” geworden. Bei geringerer Dosierung bzw. in der Placebo-Gruppe waren es nur 10%.
Quelle: ASOC Cancer News
Der Tagesspiegel

Am 26. Juli 2008 um 07:59 Uhr
[...] Mit dem Pürierstab durchrühren und in ein Glas mit Eiswürfeln geben. Wer mag kann einen Löffel Leinsaat unterrühren. Diesen Drink mache ich mir gerne vor dem Sport. [...]