Auch Kleine strahlen groß. Überraschende Erfahrungen und Ergebnisse einer Elektrosmog-Messung in der Wohnung von Freunden.
Elektrosmog hat es kürzlich wieder bis in die Tagesschau geschafft, aber auch das Computermagazin CHIP berichtete ausführlich. Handy-Strahlung ist eins der Stichworte. Aber es gibt noch mehr. Ein kleiner Erfahrungsbericht.
Den Mobilfunk - Sendemast auf dem Dach gegenüber haben sie für die größere und schönere Wohnung zähneknirschend in Kauf genommen.
Jetzt war es ihnen, besonders ihr, nach einigen Monaten doch nicht mehr geheuer: Schlafstörungen, Migräne und andere Beschwerden. Ists der Sendemast? Auch in Allgäuer Dörfern ist darf es schließlich keine Funklöcher geben.
Zwei Koffer voller Meßgeräte und technischem Gerät standen im Flur. Ist schließlich nicht gerade billig, so ein Untersuchung. Der Experte begann gerade mit den ersten Messungen, als mein Bruder und ich dazu kamen. Es brummte und pfiff bereits in wechselnden Tonlagen und Lautstärken beim Betreten des Schlafzimmers. Mit wellenartigen Bewegungen führte er eine Mischung aus Modellflugzeug, Meßgerät und Miniatur-Raumstation durch die Luft über und rund ums Bett.
“DECT” war sein kurzer Kommentar zu den Geräuschen, die das Gerät von sich gab. “Von unten”. Erstauntes, bis ungläubiges Nicken der Umstehenden, die ebenfalls wie ich eine Elektrosmogmessung “live” erleben wollten. “Und die Mobilfunkstrahlung?” wollte die betroffenen Freundin wissen. “Ist nicht deutlich über den Richtwerten”. (Den Richtweten der Baubiologen, denen der “offiziellen Stellen” sowieso nicht). Verblüffung. “DECT” bedeutet in diesem Zusammenhang übersetzt, dass ein schnurloses Telefon strahlt.
Das Schwierige an den elektromagnetischen Strahlen und Feldern um die es hier geht ist ja, dass wir sie nicht direkt wahrnehmen können. Vergleichbar sind sie in mancher Beziehung mit der Radioaktivität. Ähnlich der tickenden Geigerzähler machte dieses Gerät die Strahlung erlebbar, zumindest hörbar. Und ich selber zumindest fand beeindruckend, wie sich die Geräusche und mithin die Strahlung, überall im Raum änderten.
Um es kurz zu machen, nach diversen Messungen verschiedener Felder stellte sich in diesem speziellen Fall folgendes heraus: die größte Strahlenbelastung des Schlafzimmers stammte von einem älteren Schnurlostelefon einer Mieterin in der drunterliegenden Wohnung, gefolgt von einem Computerdrucker im Nebenraum, der direkt an der Wand stand, einem weiteren Schnurlostelefon sowie einem WLAN im Haus. Der Mobilfunk belastet zwar etwas das Wohnzimmer, ist aber im besonders wichtigen Schlafzimmer nur unter “ferner liefen” zu buchen.
Meine Freunde selber haben übrigens ein normales schnurgebundenes Telefon und die Computer mit Kabeln
vernetzt. Die gehbehinderte Dame mit dem besonders stark strahleneden Telefon war sich der Strahlung und eventueller Gefahren nicht bewußt - wie die meisten Menschen. Sie freut sich jetzt aber über das Geschenk eines neuen schnurlosen Telefons, das im Gegensatz zu gewöhnlichen Geräten nicht mehr ununterbrochen strahlt, sondern “nur” noch, wenn gesprochen wird (Hersteller Orchid). Eine Lehre aus der Geschichte: verachtet mir die Kabel nicht - risikoloser ist es fast immer. Leider sind auch Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren nicht ohne: Eine zusätzliche Empfehlung lautet deshalb, Engergiesparlampen sollten mindesten 1,5 m Abstand vom Kopf haben.
Lesenswert in diesem Zusammenhang die Stellungnahmen und Empfehlungen des Bundesamtes für Strahlenschutz (sowas gibts tatsächlich):
z.B.
Obwohl nach aktuellem Wissensstand die DECT-Technik nicht als gesundheitsgefährdend eingestuft wird, empfiehlt das BfS, … Basisstationen sollten z. B. nicht im Kinder- oder im Schlafzimmer betrieben werden.
oder
Zurzeit gibt es bei Einhaltung der Grenzwerte keine wissenschaftlichen Beweise für gesundheitliche Beeinträchtigungen [durch Mobiltelefone]. Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes (Vorsorge) hält es das BfS aber für erforderlich, die Exposition durch elektromagnetischen Felder so gering wie möglich zu halten. Vorsorge ist notwendig, weil es noch offene Fragen über die möglichen gesundheitlichen Wirkungen der Felder gibt.
Stellungnahme zum Test von DECT-Telefonen in der Zeitschrift ÖKO-TEST „Hier geht der Funk ab“
Empfehlungen des Bundesamts für Strahlenschutz zum Telefonieren mit dem Handy alles Stand wie es heute (1.7.08) auf der Website veröffentlicht ist.
Quelle / mehr:
Tagesthemen (Video)
http://de.wikipedia.org/wiki/DECT#Sendeleistung_und_gesundheitliche_Aspekte
“Der große Strahlenreport 2008″, Chip 5/2008, S. 64 ff
Nachrichten zum Thema:
http://www.elektrosmognews.de/
http://www.chip.de/news/Elektrosmog-Bibliotheken-schalten-WLAN-ab_29742346.html
Falls Sie im Umkreis von Kempten leben, können Sie sich hierhin wenden:
Arbeitskreis “Mobilfunk und Gesundheit”, Kempten (Ansprechpartner: Anke Kern (Dipl.-Betriebswirtin FH), Tel. 0831/5208244 ? Wolfgang Jogschies (Geobiologe), Tel. 08304/5279 )
Heilpraktiker Lutz Kasberg 0831-20 26 70

Am 11. August 2008 um 23:14 Uhr
Eier kochen mit dem Handy - was Handys alles können
beschrieben hier: http://blog.faris.de/tipps/2006/05/29/mit-dem-handy-eier-kochen/
Zwei Russen haben demnach mit den Strahlen zweier Handys ein Ei gar gekocht …
Hoffentlich werden unsere Hirne langsamer gar !