Kaffeeklatsch fürs Gehirn - Gehirntraining für das Alter
17. September 2008 | Allgemein, gesund und attraktiv bleiben
Bestimmte Funktionen des Gehirns werden im Alter schlechter, aber nicht alle - und es gibt Gegenmittel: Musizieren, Lernen und Kaffeeklatsch zum Beispiel.
Das menschliche Gehirn altert, die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Gehirns nimmt ab, aber es reift auch. Es kennt mehr Antworten. “Weisheit oder Lebensklugheit kann man meist erst von einem reifen Hirn erwarten.” stellt Hans Gutzmann, Psychiater aus Berlin, fest. Vor allem aber, es kann noch immer lernen! Das sollte man nutzen…
Jede einzelne der etwa hundert Milliarden Nervenzellen unseres Gehirns ist mit etwa zehntausend anderen Nervenzellen in Kontakt. Anzahl und Art dieses Kontaktes ändert sich ständig - abhängig von den zu verarbeitenden Informationen. Wenn wir sehen, denken, erkennen, fühlen oder handeln, bilden sich neue Verknüpfungen, die dann länger oder kürzer bestehen. Auch im Alter bleibt das so. Das Gehirn ist also nie “ausgewachsen”, sondern es ist ständig in Veränderung, es ist plastisch, ist lebenslang wandlungsfähig. Man sollte man diese Chance nutzen, denn die Forschung geht davon aus, dass viele geistige Verfallsprozesse bei normalen alten Menschen einfach durch Nichtgebrauch der geistigen Fähigkeiten bedingt sind. Das Gehirn will gefordert werden.
Was kann man tun? Wenig spricht im Augenblick dafür, dass sich kurzfristige Gehirnübungen (”Gehirnjogging”) längerfristig tatsächlich auszahlen. Abgesehen von der Frage, ob man sie durchhält, trainieren sie oft Fähigkeiten, die man im Alltag nicht braucht. Erfolgversprechender scheint ein “ganzheitlicher Ansatz“, der im Idealfall Kopf und Körper fordert: musizieren - vielleicht sogar ein neues Instrument lernen wirkt erwiesenermaßen. Sport, Ausdauertraining, Gymnastik, Jonglieren - möglichst in der Gruppe. Sich neuen Herausforderungen stellen. Nicht nur die Füße hochlegen. Richtig gut: der Kaffeeklatsch, denn der verbindet “Hirnnahrung Kaffee” mit sozialen Aktivitäten - und die halten nicht nur das Gehirn jung, sondern sind nach allen Erkenntnissen der wichtigste Faktor für ein glückliches Leben - nicht nur im Alter.
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Quellen / Mehr:
FAZ: Sabine Wienand, Kopfarbeit für die späten Jahre.
FAZ Serie Gehirntraining: www.faz.net/gehirntraining

Am 29. September 2008 um 14:29 Uhr
Deshalb rate ich jedem zu Gehirnjogging !
Einfach mal ein paar Minuten oder eine Stunde pro Woche sich kopfmäßig bisschen anstregen !!!