Gutes Fett, böses Fett: besonders das innere Bauchfett ist gefährlich

Das sogenannte “innere Bauchfett” ist gesundheitlich viel bedenklicher als ein Speckröllchen, Rettungsring oder wie die äussere Speckschicht auch immer genannt wird, die oft erste Motivation für eine Diät ist.

Wie ich an anderer Stelle schon einmal kurz beschrieben habe, ist das Gewicht bzw. Übergewicht als solches nicht unbedingt der alleinige Gradmesser für das Gesundheitsrisiko. Manchmal sind einige Kilo mehr vielleicht sogar besser. Es kommt also nicht nur auf das “Wieviel wiege ich zuviel an?” sondern besonders auf die Antwort auf die Frage “Wo sitzt das Fett?”. Ein Verhältnis von Taillenumfang zu Hüftumfang von 1,0 oder mehr bei Männern bzw. 0,85 bei Frauen gilt als gesundheitlich bedenklich. Generell wird ein Bauchumfang von über 88 cm bei Frauen und von mehr als 102 cm bei Männern als Gesundheitsrisiko betrachtet. Einige Hintergrundinformationen, warum das innere Bauchfett so gefährlich ist, finden sich in einem Artikel des Tagesspiegel:

Erstens drückt die innere Masse auf die Organe, etwa die Leber und die Gedärme, quetscht sie ein und beeinträchtigt damit ihre Funktion. Das weitaus Gefährlichere an dem inneren Bauchfett jedoch ist etwas anderes: Bei diesem inneren Fett handelt es sich nicht um ein passives Depot. „Im Gegenteil, das innere Bauchfett ist hochgradig stoffwechselaktiv“, sagt Andreas Pfeiffer von der Berliner Charité und dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam. Wie ein Organ, sondert es ununterbrochen Substanzen aus, Hormone und Botenstoffe, die etwa das Immunsystem auf Trab bringen. Die Folge dieser Immunaktivierung: Der Körper befindet sich in einer ständigen Abwehrreaktion. Das wiederum erhöht das Risiko diverser Erkrankungen, wie beispielsweise Diabetes und Arterienverkalkung. Das innere Bauchfett beeinflusst darüber hinaus die Blutfette ungünstig: Das schlechte LDL-Cholesterin wird freigesetzt, das gute HDL-Cholesterin vermindert. All das lässt die Gefahr eines Herzinfarkts in die Höhe schnellen.

Neben der allgemeinen Strategie gegen das Bauchfett wie überhaupt gegen Übergewicht “kalorienärmer essen und sich mehr bewegen”, kann man durch reduzieren von Fett, insbesondere von gesättigten Fettsäuren, gezielt gegen das innere Bauchfett angehen. Es hat sich nämlich gezeigt, dass “insbesondere gesättigte Fettsäuren – etwa in Form von Butter und rotem, fettigem Fleisch – direkt in die innere Bauchregion gehen”. Die gute Nachricht: Das innere Bauchfett reagiert aber auch besonders schnell aufs Abnehmen. “Sobald wir auch nur etwas weniger Kalorien zu uns nehmen als wir verbrennen, geht der Körper zuerst ans innere Fett.”

Quellen, mehr Information: Der Tagesspiegel
BMI Rechner
Taille-Hüfte Verhältnis berechnen (englisch: Waist-Hip Ratio, abgekürzt WHR)


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    1. Antonia

      “Sobald wir auch nur etwas weniger Kalorien zu uns nehmen als wir verbrennen, geht der Körper zuerst ans innere Fett.”
      Inzwischen glaube ich nicht mehr, dass dieser Satz zutrifft. Ich bin seit 2 Wochen am Heilfasten, habe jedoch an Bauch und Taille so gut wie nichts abgenommen. Meine Größe ist leider nur 163 cm und mein Gewicht 67 kg. Mein Bauchumfang beträgt aber 95 cm. An der Bewegung liegt es auch nicht.

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