Bio gegen konventionell: Bio-Tomaten gewinnen 10-Jahresvergleich
26. Juni 2007 | Ernährung / Diät, gesund und attraktiv bleiben
Forscher der Universität von Kalifornien-Davis haben beim ersten langfristigen Vergleich der Inhaltsstoffe von biologisch und konventionell angebauten Tomaten deutliche Unterschiede festgestellt: Im 10-Jahres-Mittel lag der Gehalt der gesundheitlich bedeutenden Flavonoide Quercetin und Kaempferol in biologischen Tomaten um 79 bzw. 97% höher als in konventionellen Tomaten.
Nach eigenen Angaben der Forscher wurde zum ersten Mal über einen Zeitraum von mehreren Jahren die Auswirkung verschiedener Anbaumethoden auf die Inhaltsstoffe von Tomaten wissenschaftlich exakt verglichen. Die Universität von Kalifornien in Davis betreibt das “Long-Term Research on Agricultural Systems” Project (LTRAS) seit 1993. Die Forscher haben für diese Untersuchung in Trockenproben sowohl aus biologischem wie auch aus konventionellem Anbau die Flavonoide Quercetin und Kaempferol bestimmt. Flavonoide sind Antioxidantien, denen z.B. krebshemmende, antibakterielle und eine günstige Wirkung auf das Langzeitgedächtnis zugeschrieben werden (s.a. Wikipedia “Flavonoide”). Im 10-Jahres-Mittel lag der Gehalt der Flavonoide Quercetin und Kaempferol in biologischen Tomaten mit 115.5 und 63.3 mg g-1 Trockenmasse um 79 bzw. 97% höher als in konventionellen Tomaten mit 64.6 und 32.06 mg g-1. Bemerkenswert war zudem, dass in biologisch angebauten Tomaten der Gehalt an Flavonoiden über die Jahre anstieg, wogegen er bei den konventionellen Tomaten konstant blieb. Die Forscher führen diese Ergebnisse auf Veränderungen des Bodens durch die biologische Landwirtschaft zurück.
Quelle:
Ten-Year Comparison of the Influence of Organic and Conventional Crop Management Practices on the Content of Flavonoids in Tomatoes in: J. Agric. Food Chem. 2007
