Dick durch light? Jojo-Effekt einmal anders
19. Februar 2008 | Ernährung / Diät
Sie möchten abnehmen? Wahrscheinlich hilft es, erst einmal die ganzen Diätlebensmittel zu entsorgen.
Statt abzunehmen bzw. Kalorien zu sparen könnten die künstlichen Süßstoffe in Cola light, Joghurt light usw. genau das Gegenteil bewirken: Dick durch kalorienfreien Süßstoff.
Vermutungen gab es schon früher, jetzt hat ein neues Experiment tatsächlich ergeben, dass Süßstoff dick machen kann. Ratten jedenfalls. Im Experiment erhielten die Ratten entweder Joghurt mit Süßstoff oder mit Traubenzucker. Die Ratten, deren Joghurt mit dem kalorienfreiem Saccharin gesüßt war, fraßen mehr und wurden dicker als ihre Kollegen, die kalorienreichen Zucker im Joghurt vorfanden. Wie kann das passieren? Eine Erklärung der Forscher ist, dass der Körper durch die Kombination von Süße und fehlenden Kalorien so verwirrt wird, dass er danach mehr kalorienreiches Essen verlangt und dies dann auch noch weniger effektiv abbaut. Ähnlich wie beim gefürchteten Jo-Jo Effekt.
Gibt es keine Verbindung zwischen Süße und Kalorien mehr, fährt der Körper bei weiteren süßen Mahlzeiten die Verdauung nicht mehr auf den normalen Level hoch. Die Verwertung der Nährstoffe wird schlechter und der Körper verlangt mehr süße Produkte als zuvor. Dies bleibt auch dann noch der Fall, wenn der süße Eindruck wieder durch kalorienreiche Kost hervorgerufen wird.
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Andere Forscher haben außerdem einen Zusammenhang zwischen vermehrtem Genuss von Diätgetränken und höherem Risiko für Fettablagerungen in der Bauchhöhle, Bluthochdruck und Insulinresistenz beobachtet. (wissenschaft.de)
Cola light ade. Ob, was in diesem Fall für Ratten gilt, auch für Menschen gilt ist allerdings noch umstritten. Für Schweine scheint es aber zu gelten, denn dem Ferkelfutter wird ebenfalls Süßstoff beigegeben - nicht damit sie abnehmen, wie man sich denken kann.
Quellen:
ARTIFICIAL SWEETENERS LINKED TO WEIGHT GAIN(original Pressemitteilung)
Zusammenfassung auf wissenschaft.de
Das süße Rätsel, FAS v. 17.2.08, S. 62

Am 23. Februar 2008 um 21:11 Uhr
Sehr interessanter Beitrag - sowas habe ich schon lange vermutet.
Vielen Dank