Dialog zwischen Darm und Gehirn - Abnehmen und schlank bleiben

Einige Impressioen diesjährigen Internistenkongresses in Wiesbaden zum Thema Gewichtsreduktion. Fazit: Energiedichte der Nahrung zu reduzierenist ein langfristig erfolgreicher Ansatz.

Die schlechten Nachrichten zuerst: Fettsucht entwickelt sich weiterhin zu einem der dringlichsten Gesundheitsprobleme in den entwickelten Ländern. Der in Studien nachgewiesene Erfolg von Ernährungsprogrammen ( „low carb“ oder „low fat“) lässt sich in der täglichen Praxis nicht verwirklichen. In Studien nehmen die Patienten vorübergehend ab, nur um nach einem Jahr wieder zuzulegen. Frage: warum?

Kurz gesagt, weil meistens der Kopf nicht mitspielt. Die Ernährungsumstellung ist oft nicht alltagstauglich und die Regeln sind zu kompliziert.

Das Zusammenspiel zwischen Darm und Gehirn, Kopf und Bauch ist zwar inzwischen viel besser erforscht, man hat eine Reihe von Hormonen gefunden, die im Magen und Dünndarm gebildet werden. Die meisten drosseln den Appetit ( Leptin ,Peptid Y, das dem Glucagon ähnliche GLP-1 und das Gastric-Inhibitory-Polypeptide, GIP) eins steigert ihn (Ghrelin).

Leider ist aber bis jetzt nicht gelungen durch daraus abgeleitete “Tabletten” (d.h. pharmakologisch ) dauerhafte Erfolge zu erziehlen. Die Psyche, der Kopf spielt nicht mit. Vornehmer: ” Unter den modernen Lebensbedingungen scheinen die psychischen Faktoren die biologischen Regelkreise zu überspielen.”

Was tun?

Die Energiedichte der Nahrung zu reduzieren ist ein Ansatz.

Da das Essverhalten offenbar nicht über eine Messung der Kalorienaufnahme im Körper reguliert wird (der Magen läuft nicht dauernd mit einer Kalorientabelle in der Hand rum und sagt, wann das Limit erreicht ist ..), bedeutet das, viel (genug) essen, aber nicht so kalorienhaltig. Die Zahl der Kalorien im Verhältnis zur Menge der Nahrung muss gesenkt werden und zwar dauerhaft.

Das geht auch in kleinen Schritten und ohne gleich das ganze Leben umkrempeln zu müssen. Dadurch wird eine weitere Klippe umschifft, nämlich die “zu guten ” Vorsätze und das fast unvermeidlich folgende Scheitern daran.

Quellen / Links:

Wenn der Doktor die Kalorien zählt (FAZ, 1.5.09)

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  • 4 Reaktionen zu “Dialog zwischen Darm und Gehirn - Abnehmen und schlank bleiben”

    1. Johannes

      Hallo,

      mir ist jetzt leider nich ganz klar, wie sich die Hormone im Darm und Gehirn auswirken. Hab ich das so richtig verstanden, dass wir eigentlich rein physische gesehen bereits satt sein müssten, uns Gehirn uns aber noch vermittelt das wir Hunger haben, weshalb wir weiter essen?

      Gruß
      Johannes

    2. Dialog zwischen Darm und Gehirn – Abnehmen und schlank bleiben | Nachrichten Datenbank

      [...] post by Rainer and software by Elliott [...]

    3. Lux

      Sorry, aber ich muss es wirklich sagen. Ich denke es gehört auch sicher Bewegung dazu, sprich Sport. Nur “Low Carb” kann es nun auch nicht sein. So macht das schon Sinn, aber Geduld, Konstanz und eben auch Bewegung, langfristig eben……VG Lus

    4. Rainer

      Sicher Bewegung ist natürlich bei jeder Diät und überhaupt gut :-)

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