Hormon Ersatztherapie (HRT) erhöht Eierstock-Krebs-Risiko
19. April 2007 | Krebs
Laut einer groß angelegten britischen Studie, erhöht Hormon Ersatztherapie deutlich das Risiko von Frauen an Eierstockkrebs (Ovarialkrebs / Ovarialkarzinom) zu erkranken.
Nach einer Veröffentlichung im angesehenen Lancet zur “Million Women Study” erhöht Hormon Ersatztherapie sowohl das Risiko an Brustkrebs, an Gebärmutterkrebs wie auch an Eierstock-Krebs zu erkranken.
“Diese Studie - zusammen mit unserer vorhergehenden Forschung - zeigt klar das Krebs-Risiko bei HRT (Hormon Ersatz Therapie)” wird Professor Valerie Beral bei BBC zitiert. Bereits 2003 war bei der “Million Women Study” an 948,576 Frauen jenseits der Wechseljahre ein eine Verdoppelung des Brustkrebsrisikos festgestellt worden. Nach der neuen Auswertung steigt das Risiko an Eierstock Krebs zu erkranken und zu sterben um 20% bei Frauen die Hormon Ersatztherapie anwenden im Gegensatz zu Frauen die sie nie angewendet haben. In nackten Zahlen bedeutet dies, dass auf je 2500 Frauen ein zusätzlicher Fall von Eierstock Krebs durch HRT kommt. Für Grossbritannien müsste man davon ausgehen, dass zwischen 1991 und 2005 nach diesen Zahlen ca. 1000 Frauen mehr an Eierstock Krebs verstorben sind, als es ohne Hormon Ersatztherapie wären. Professor John Toy vom Krebsforschungszentrum Oxford:
“Zieht man dies in Betracht zusammen mit dem gestiegenen an Brustkrebs und Gebärmutterkrebs zu erkranken, sollte Frauen sehr genau darüber nachdenken eine Hormon Ersatztherapie zu beginnen.”
“Frauen die sich für eine Hormon Ersatztherapie entscheiden sollten dies aus aus klaren medizinischen Gründen und für die kürzest mögliche Zeit tun.”
Quelle: BBC News vom 18.4.2007
